Thoughts of…(II)


Ein Feld, das sich bis zum Ende des Sichtfeldes erstreckt.
Ein Mann steht darauf. Seine Statur groß und edel, sein dichtes blondes Haar über seiner Schulter hängend.

Das Schwert der Könige in seiner Hand, das Schild der Liebe vor ihm.
Dem Feind unverwandt ins Auge blickend.

Rot soweit das Auge blickte, dickflüssige Säfte, die sich langsam über den Boden verteilten.
Die Zwergenarmee stürmte über die Weiten des Feldes,
in Rote Flüssigkeit geschmiert, ungezähmt und wild gegen den Unbezwingbaren anrennen.

Doch er fürchtete sich nicht.
Er erhob sein riesiges, unbezwingbares Schwert zum Kampf.

Die wütenden Zwerge sahen seine hoch erhobene Waffe,
Den entschlossenen Blick,
den Mann, umschlossen von blutrotem Pfeld.

Ängstlich waren sie dann doch davongerannt.

Es war übrigens ein Erdbeerfeld auf dem Er stand.

– Der Held im Erdbeerfeld –

Heinrich Heine

Advertisements

URPG23–Log01–LtCmdr.Laetitia Branchi–XO–SD 11169.2201


URPG23–Log01–LtCmdr.Laetitia Branchi–XO–SD 11169.2201

Personen: Kelav
Wörter:1186
Zitat:
Who am I talking to
Could be the demon with a mask
Why should I trust in you?
I don’t feel safe
I never did
But what else can I do
But what you ask?
Think of your darkest night
Think of your soul alone
If you can bear the sight
Think of the love you’ve never known
Emilie Autumn- Faces like Mine

Titel: Erwachen, in deiner Wirklichkeit

=^= Krankenhaus – Erde =^=

Lange Nächte haben mich zurück in die düsteren Traumwelten geworfen, denen ich mich so oft schon entflohen glaubte. Doch scheinbar verband mich mit dieser Dunkelheit mehr, als nur ein Traum. Eine tiefere Wirklichkeit an dem Ort, wo Träume enden.
Irgendwie war ich nicht wirklich überrascht, dass er bei mir war. Es hatte etwas natürliches, so wie die Dinge im Moment sind. Er in meiner Nähe, und dieses unbestimmte Gefühl der Geborgenheit.
An einem Ort tief in meinem Herzen wusste ich, das wenn ich einschlief und irgendwann in unbestimmter Zeit aufwachen würde, er immer noch in meiner Nähe stünde.
Das er da war.
Die Frage die bleibt, ist ob ich ihn halten kann. Nachdem der Arzt das Zimmer verlassen hatte verwandelte sich mein Gesicht in etwas lächelndes, Ihm zugewandt.
Wie kann sich eine Welt so schnell ändern? So sonderbar schnell heilen, ohne das auch nur ein Moment verging zwischen der einen Sekunde und der anderen.
Doch wirkt alles so wundersam geheilt und richtig. Was ist das Mittel, das meine Wirklichkeit erhellt wie die Sonne, die auf der Erde Leben gebar und sich entwickeln ließ. Nicht nur Leben, auch Fühlen. Seltsame Dinge wie Liebe und Hass, Sehnsucht, Angst, aber auch und vor allem Glück.
Gutes wie schlechtes durch das strahlende Licht dieser Seele, die dabei ist sich mir zu schenken. Dieses wundervolle Wesen, das schon vor Jahren mein Herz eroberte, auch wenn ich damals derartiges noch fürchtete. Ich rannte davon, weil Liebe empfinden auch heißt, für Schmerz und Dunkelheit offen zu sein.
Es bedeutet im Grunde der Seele alle Verletzbarkeit zu sammeln, und diese zu öffnen. Für eine einzelne Person erscheint das nicht viel. Aber am Grunde lauert die bittere Wahrheit, dass ich mich nicht nur für eine Person öffnen kann. Nicht nur Ihn oder Sie als einzelnes Quantum einer Wirklichkeit aktzeptieren, und den Rest der Welt zerstören.

Ich wollte diese einsame, erschreckende Wirklichkeit. Ein Urmeer aus Seelen, in dem nur ich existiere. Die trostlose Welt, in der nur ich lebe, und niemand mich verletzen kann.
Es ist, als fragte ein Dämon mich im Träume: ‚Soll ich dir die Welt schenken? Soll ich sie zerstören?’
Gerade in der Sekunde, da ich bereit war, alles aufzugeben. Meine Kraft gegeben, um alles auszulöschen.
Die Wirklichkeit in mir, kurz vor der Zerstörung. Die Welt als mein eigener Wille, meinen Wünschen und Träumen ausgeliefert. So wie ich sie will und sie erschaffe.
Doch die Wirklichkeit zerstören, hieße auch, IHN aus meinen Herzen verbannen. All sein Sein in meiner Welt zu töten, zu zerstören und nie wieder an mich heran zu lassen.
Der Moment, da er mich anlächelte, gerade aus tiefen Träumen erwacht. Die Präsenz an meiner Seite, egal was geschieht.
Es ist, als hätte er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Wirklichkeit mit sich genommen, und in meine hineingeworfen.
Ein Riss in meinem Traum. Der Tod meiner Wirklichkeit, die nicht einmal entfernt der seinen ähnelte.
Ich spürte am Rande meines Bewusstseins einen Stich, der mich weiter in meine Träume und Gedanken warf.
Geworfen an einen Raum ausserhalb der Zeit, einen Schreibtisch, und eine entfernte Person, kaum erkannt, eine Geschichte Verfassen. Wispern in der Dunkelheit, Wünsche und Träume, die meine Wirklichkeit weben.
Sprich, Liebster, könntest du sprechen. Würdest du aus der Seite unter meinen Händen dich erheben, oder eher, würdest du meine Wirklichkeit dir rauben,
obwohl du, tief verborgen unter meinen Linien, den Sinn der Wirklichkeit, der meinen, kaum erfasst.
Die Ehre, die auch der Ärmste sich erstrebt, ein ehrenvolles Leben wie das deine zu erleben. Sich vorzustellen wie ein kaum erkannter Traum. Unrecht ist es, dich zu halten.
Aber, würd’ ich dich nicht halten, wie ich es tue, Mitternachts in Angst dein Bild skizzieren. Ängstlich, du würdest in den Himmel zurückkehren aus dem du kamst.
Deinen Namen zu erfragen, zu früh zu ahnen wer du bist, bevor mein junger Geist vermag dich zu erfassen.
Dein Bildnis fassen, die Präsenz erahnen, die du in meinem Herzen hinterließt.
Du sollst in deinem Glanze hier besteh’n, auch wenn ich fürcht, das ich dich längst entließ.

Für jetzt, im Rückblick, muss ich dir gesteh’n, dass nie die Absicht mich beschlich dich zu benennen,
mein Inner Auge sollte dich erkennen, formen wer du seist, wärest du hier.
Bevor die Seele deines Seins dein Wesen erwachen lies, mein Herz erbat, dich zu erschaffen, hätten wir, fast neugeborn, uns fast gekannt.

Die Wahrheit ist, ich wollte dich nicht schaffen. Nicht einlassen, was du versprachst.
Dein erhabenes Sein schien zu viel für mich zu tragen. Die Dunkelheit, die alles war was ich besaß, zu zerstören.
Ich verbannte dich, floh, Universen weit, nur um am Nabel der Zeit wieder auf dich zu treffen, dich allein meine Barrieren zerstören zu sehen.
Doch endlich seh ich klarer durch die Welt, die meine Wirklichkeit mit dir verschmolzen. Die Dunkelheit zumindest angebrochen.
Deine Welt ist die meine, anders als zuvor aktzeptiert mein Herz nun eine Wirklichkeit, in der du existierst.
Mit dir, den Rest der Welt.
In deiner Welt existieren diese andern Wesen, die ich so lange verbannen wollte. Gefühle und Verletzlichkeit reihen sich in enger Gemeinschaft um das sein.
In meinem Herz erschufst du dir selbst, gegen meinen Willen, eine Welt die ich aktzeptiere, und dich, den ich liebe.
Doch mit dir geht es überein, das ich auch die Welt akzeptieren muss, in der du lebst. Sie lieben muss, da sie dich erschaffen hat.
Ich erschuf einen Platz in meiner Seele, der Liebt. Niemals soll ich das Herz, das ich dir gab, zurückfordern von dir.
Mich in meiner Welt, und du in deiner. Zwei Blätter einer gleichen, stillen Blume.
Darüber hinaus eine Welt in mir, die deine akzeptiert, und dich willkommen heißt in meinem herzen.
Dein Eintreten in meine Welt, ist meine kostbarste Stunde.

Langsam öffnete ich die Augen wieder, und sah einmal mehr in dein geliebtes Gesicht. Das erste Mal ehrlich akzeptiert.
Zum ersten Mal in meiner Seele ruhig, ohne Widerspruch in dieser einen, wichtigen Sache.
Ich schenke dir mein Herz, zum Guten oder Schlechten wird sich zeigen. Doch es bleibt dein.

Deine Augen lagen auf den meinen als ich Sprach. „Lass uns irrgendwohin verrschwinden, wo kein Krrieg uns findet. Nurrr wirrr zwei, ohne Uniforrm, Kampf oder Krrieg.“ bat ich.
Er blieb einen Moment still, dann nickte er nur, während ein Lächeln seine Lippen umspielte.
Scheinbar wusste er schon vorher, was ich wollte, denn der Rollstuhl stand bereits neben dem Bett bereit.
Ich hatte weitere 2 Tage verschlafen, bis zum Tag meiner Entlassung. Dieses Mal, dem Frieden zu liebe, versuchte ich auch gar nicht erst zu widersprechen, und ließ mich zu dem für mich unbekannten Ziel schieben.

3. Kurzgeschichtenwettbewerb Sternenflotte e.V.:“Requiem“


3.Kurzgeschichtenwettbewerb Sternenflotte e.V.

Thema „Krieg und Frieden“

3. Platz: „Requiem“

Dunkelheit senkte sich über die Welt.

Wohin man sah war Zerstörung, als er vor der Ruine des Ratsgebäudes stand und von dessen Stufen auf seine Heimat herab sah.

Seine Frau hätte jetzt bei ihm sein sollen. Stattdessen sah er nur die Kinder seines Landes unter den Trümmern begraben liegen, während die Überlebenden versuchten sich neu zu formieren. Ein letzter, verzweifelter Gegenschlag war geplant, auch wenn es keine Hoffnung auf einen Sieg mehr gab.

Vorsichtig stieg er hinab, Stufe um Stufe, während er seinen Blick über die vom Tod durchzogene Umgebung schweifen ließ.

Mit Zweigen und Steinen hatten sie die Treppen zum Untergrund verdeckt, auch wenn die Scanner sie leicht aufspüren würden. Eine klägliche Tarnung, doch angesichts des nahenden Endes hatte es sowieso keine Bedeutung mehr. Keiner von ihnen hatte vor, morgen noch zu leben.

Es erwarteten ihn ausgezehrte Gesichter, zerstörte Leben und Träume schwebten über ihren Häuptern. Sie hatten alles verloren, außerdem hatten sie weder Wasser noch Nahrung. Die Vorratskammern wurden zerbombt, und sie konnten nichts anbauen. Die kläglichen Reste die sie retten konnten waren bereits aufgebraucht, und die Mägen machten in ihrer Lautstärke den Einschlägen der Schiffsphaser Konkurrenz.

Aber irgendwie lebten sie noch, und versuchten das beste aus ihren letzten Stunden zu machen. Ein paar der Jungs hatten noch ein Spiel aufgetrieben, es war ein altes Brettspiel, und zumindest ein wenig Ablenkung bis zum Point Zero.

Man versteckte das Leid, versuchte sich an einem Schein von Normalität, doch sie alle mussten sich dem Gedanken stellen, dass sie alles verloren hatten, was ihnen je etwas bedeutete.

Er sah seine Tochter noch vor seinem inneren Auge. Ihr Blick, als er sie in die Schutzräume brachte. Er hatte sie allein gelassen. Zurückgelassen, während er sich einredete, noch irgendetwas ändern zu können. Als er seine Tochter holen wollte, konnte er sie nicht einmal mehr sterben sehen, eingeschlossen unter mehreren Metern Schutt. Er würde ihr Gesicht nicht mehr wieder erkennen, sollte es zu einer Bergung kommen.

Dabei wäre heute ihr Geburtstag gewesen. Er hatte ihr einen hübschen Kopfschmuck besorgt, von dem sie letztens geschwärmt hatte. Sie meinte, so einen wolle sie auf ihrer Hochzeit tragen. Doch jetzt hatte sie ihn nicht einmal mehr gesehen.
Stattdessen war sie ihm böse gewesen, dass er sie allein in die Schutzräume sperrte, allein und ohne ihn.

Sie sagte sogar noch, sie wolle nicht ohne ihn sterben. Dabei war sie gerade mal 8 Jahre alt gewesen.

Aber jetzt war es zu spät, er hatte nur sich, und seine Schuld.

Hatte er es nicht schon immer gewusst? Die Fremden waren böse.

Wie konnte er auch nur einen Moment daran glauben, dass sie wirklich Frieden wollten? Sein gesamtes Volk. Alle waren tot, weil er die falsche Entscheidung traf, sich auf das Bündnis einließ.

Er sah sich selbst vor den Trümmern seines Planeten mit den wenigen Lebenden die ihnen geblieben sind. Die Trauer und der Schmerz ließen kaum noch Platz zum Atmen.

Sie nahmen ihre letzten Waffen, das, was ihnen blieb, und machten sich auf den Weg. Ein paar kleine Shuttles hatten sie noch. Ein Verzweiflungsschlag gegen die Raumschiffe.

Es gab keine Zukunft mehr, die Vergangenheit war ausgelöscht.

Jetzt blieb ihnen nur noch ein ehrenvoller Tod.

Sie hatten die Shuttles leicht außerhalb der Hauptstadt in den Überresten einiger Lagerhallen abgestellt. Auch das Schiff, dass sie angreifen wollten, war festgelegt, und ein Plan, um die Hüllen zu zerstören. Es waren 5 Shuttles, in die sie alle Antimaterie gelagert hatten, die sie noch finden konnten. Ein paar wenige Labore waren noch unversehrt genug gewesen, um nicht die restlichen Vorräte unerreichbar werden zu lassen.

Eine letzte innere Wärme umfing sie bei der Umarmung zum Abschied, bevor sie begannen sich ihrer Verzweiflung und ihren Rachegefühlen ganz zu überlassen.

Sie stürzten auf die Raumschiffe zu, sahen ihre graue Hülle immer näher kommen. Dann zündeten sie die Antimaterie.

Plötzlich war alles hell. Er blickte in eine schneeweiße Welt. Der Schmerz war plötzlich so fern. War das der Himmel?

Nein, es fiel ihm wieder ein. Das hier war die Realität, die Friedensverhandlungen begannen erst.

Er fühlte den Schweiß auf seiner Stirn, während langsam die Erinnerung an alles zurückkehrte. Er hatte eine Verabredung mit seiner Frau, auf den Stufen vor dem Ratsgebäude gehabt, als plötzlich alles schwarz wurde.

Aber dieser Traum hatte sich für ihn so realistisch angefühlt. Er fühlte immer noch den Steuerknüppel des Shuttles in der Hand, den Auslöser für die Explosion.

Doch jetzt musste er sich wieder auf die Realität konzentrieren. Er versuchte, den Traum beiseite zu schieben, als seine Tochter ihm etwas zu essen hereinbrachte.

„Geht es dir wieder gut, Papa?“ fragte sie, während sie ihn mit großen Augen ansah.

„Ja, alles wunderbar.“ antwortete er, nahm sich eine Kleinigkeit vom hereingebrachten Tablett und begann sich anzuziehen.

Heute beginnen die Verhandlungen um neue Bündnisse mit den Fremden und er musste eine Entscheidung treffen. Ihm war Eines völlig klar: Es ging um nicht weniger als ihre Zukunft.

Krieg, oder Frieden.

Heute sollten die Verhandlungen mit den Fremden beginnen und er musste eine Entscheidung treffen. Ihm war völlig klar: Falsche Entscheidungen konnten fatale Konsequenzen haben. Es ging um nicht weniger als ihre Zukunft.

1. Kurzgeschichtenwettbewerb Sternenflotte e.V.: Lucania


Kurzgeschichte zum 1. Kurzgeschichtenwettbewerb des Sternenflotte e.V.

Thema „Schein und Sein“

3. Platz: Lucania


‚Es war schon helllichter Tag, als mein Notruf die Atmosphäre verließ.

Die ganze Nacht war vergangen, während ich über Pläne nachdachte, wie ich meine Probleme lösen konnte. Doch dann, endlich, kam die Lösung.

Die Föderation würde uns helfen. Sie würden den Notruf hören und uns zur Hilfe eilen, mit ihren großen Flottenschiffen.

Ich bin nicht der einzige Führer Lucanias, aber wohl der älteste und klügste hier, und es wird das beste sein, um diesen Planeten zu retten.

Ich weiß das, auch wenn ich befürchte, der einzige zu sei, der die Wahrheit erkennt.

Mit der Hilfe der Föderation wird meinem Volk ein neuer Lebensraum eröffnet! Auf unserem Planeten gibt es nicht genug Nahrung, auch wenn es kein armer Planet ist.

Doch die Bodenschätze reichen zum überleben nicht aus, und das wissen, große Raumschiffe zu bauen, ging vor langer Zeit verloren.

Seitdem lebt meine Rasse auf diesem Planeten, und wenn ich nichts unternehme, sterben wir alle!

Das Volk hungert, doch meine Brüder, die neben mir das Volk führen, sehen nicht, was das beste ist. Sie sind Macht hungrig, essen sich voll und überlassen ihrem Volk kaum einen Bissen

Meine Brüder berauben ihre eigenen Leute, die Lucaniaer, für die sie Verantwortung tragen sollten.

Ein Geräusch!

Sind sie etwa schon da? Ist es schon soweit? Die Zeit rennt so schnell dahin. Ich wusste das mein Ende kommen würde…. Nun ist alles zu spät. Was soll nur werden?Sie werden alle zugrunde richten!

Wenn die Föderation mir zu Hilfe kommt, meinem Volk hilft, selbst wenn ich das nicht mehr erleben kann, hat mein Volk die Chance zu Überleben. Sie ,müssen sich nur gegen diese Lügner stellen, die sich Anführer schimpfen.

Auch wenn ich sterben sollte,meine Leute werden Leben!

Mein Tod wird zumindest ein paar von ihnen retten.

Kommt nur… Ich erwarte euch bereits. Sendet mich ins Nichts.‘

Antonio schloss sein Tagebuch und stand auf, um seinen Mördern vor seinem Tod noch einmal in die Augen zu blicken.

„Ihr kommt nun also doch, um mich zu töten? Es plagten mich schon Zweifel an euren ehrenvollen Absichten, meine lieben Brüder!“ sagte Antonio, während ein Lächeln über sein Gesicht huschte.

„Ich habe auf euch gewartet, ihr Mörder eures Volkes.“

„Schweig, Antonio!“ schrie Lucas, der zweitälteste der Brüder.

„Du hast uns alle Verraten…“sagte Kaine, als sein Blick das Fenster streifte.

„Du sandtest einen Notruf. Dafür wirst du sterben…“

„Ich erlag nie der Illusion, am Leben zu bleiben. Wisst nur eines: ich liebe mein Volk von ganzem Herzen, und solltet ihr es sterben lassen, werde ich auch aus dem Jenseits noch Rache üben!“

Lucas zielte auf den Kopf seines Bruders und erschoss ihn. Antonios lebloser Körper fiel zu Boden.

Seine Mörder standen vor ihm, und, wenngleich Tränen in ihren Augen standen, ihren Bruder ermordet zu haben, wussten sie alle um die Notwendigkeit dieses Aktes.

„Dieser Verräter! Auch, wenn er unser Bruder war, was er tat, hätte er nicht dürfen. Wir alle hatten beschlossen, die Föderation nicht zu kontaktieren.

Unser Volk hungert, unsere Bürger sterben, doch sie alle wissen um dieses Schicksal und gehen ihm glücklich entgegen.“ schimpfte Marius.

„Wir sind doch alle dieses Leben Leid.“ sagte Lucas zu den beiden.

„Aber Bruder, ich kann ihn auch verstehen. Wir leben selbst in diesen Zeiten noch ohne Hunger, unser Volk nicht, und er war sogar bereit, freiwillig für das Überleben des Volkes zu sterben. Was, wenn wir einen Fehler machen, und den falschen Weg einschlugen?“ warf Kaine ein

„Niemand hätte sich einen besseren als Führer unserer Rasse vorstellen können. Doch es ging nicht mehr weiter so. Er stellte sich gegen den Willen aller.“meinte Lucas.
„Er war grausam“ sagte Marius, und seine Brüder stimmten ihm nickend zu.

„Wir hatten aller Gewalt abgeschworen. Das gesamte Volk.

Doch es wird spät, sein Fleisch beginnt schon, zu erkalten. Bringen wir ihn hinaus, zum Volk. Sie haben es verdient, und sein Tod sollte mit ehren gefeiert werden, so wie er es sich wünschte. Hingegeben an sein geliebtes Volk.“ endete Lucas, und sie gingen hinaus, und verteilten das Fleisch ihres Toten Bruders unter den Menschen, wie es in ihrer Rasse üblich war.

Die Rasse der Lucaniaer kann nicht ohne menschliches Fleisch leben. Pflanzen wirken au sie wie Gift und das Fleisch von Tieren vertragen ihre Körper nach jahrtausenden des Kannibalismus nicht mehr. Doch als es zu wenige von ihrer Art gab, und der eigene Nahrungsgrund schwand, entschloss das Volk, und seine Führer, nicht mehr zu morden, und keine neuen Nahrungsgründe auf fremden Planeten zu suchen. Ihre Ahnen, die auf diesem Planeten landeten, dessen Volk als Nutztiere versklavte und aß, zerstörten alles Wissen über den Bau von Raumschiffen und dieselben in einem Anflug von Reue, und beschlossen, dass die grausame Geschichte ihres Volkes auf diesem Planeten enden würde.

Und auch die drei verbliebenen Brüder hatten ein Ende dieses Wahnsinns beschlossen. Doch sie wussten, nun, da die Föderation hier herkommen würde, konnten sie sich keinen langsamen, ruhigen Tod erlauben, eine radikalere Lösung musste gefunden werden.

So bauten sie mit den Bodenschätzen des Planeten denselben zu einer Bombe, und drückten den roten Knopf.