Ein Herz wie Deines,…


zerbrechlicher Schmetterling, der den eigenen Weg gekreuzt hat.
Kleines, Ängstliches Ding das selbst eine Fliege schon aus dem Gleichgewicht bringen könnte.
Ein Wesen, das zu wenig Liebe, zu viel Dunkelheit kennst.

Ein Herz wie Deines, das man in den Arm hätte nehmen sollen, wenn es weint.
Kindliche Tränen die zu selten getrocktet, Schrammen die zu wenig gepustet wurden.
Kein Lob auf Zensuren, für die man alles gab, ein fehlender Anker,
der weg brach als man nicht hinsah.

Zerbrechliches Ding ohne Unterschlupf.

Ein Herz wie deines, geboren um zu Leben.
Genießendes Streben in angenehmer Atmosphäre,
In Arm genommen werden wenn es nicht gut lief.
Geliebt werden für Fehler, die es nicht verdienen.

Fliegt es in deinen Weg, lass es auf einem Lächeln schweben.

Ein Herz wie deines, geboren glücklich zu sein.

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Weitere Einträge Diese Woche:

(Neuzugang! 😀 ) Nighoo : „Freizeitsteuer“

Lydi:““

Kel:“In like a Lion, Out like a Lamb“

Friedrich Nietzsche

(mach ich ab jetzt hinter alle einträge. unbedingt mal ausprobieren xD)

Ich will etwas machen… Ohne Menschen!


Es gibt diese kleinen, zaghaften Momente, die normalerweise verborgen unter der Oberfläche liegen, bis man dann zufällig in eine Menschenmasse gerät.

Diese süßen Gedanken werden spontann zu Furien, die sich gegen jedes zufällig vorbeilaufende, anstoßende, in den Sicherheitsbereich laufende (1 m Umfeld um die Person) aufbegehrt. Sollten diese zufälligen Exemplare der menschlichen Gattung dann auch noch schlecht gelaunt seiin, ist sowieso alles zu spät.

Man denkt, es kommt ein lauter, ohrenbetäubender Knall, gefolgt von den stampfenden, laut schreiennden Geräuschen einer wütenden Bestie, die gerade ihre Beute verspeist.

In Wirklichkeit passiert das allerdings höchst selten. Bei den meisten Menschen staut sich dieses Gefühl eher an, bis es eine Erdgroße, schwielig-schwarze Masse wurde, die bei der kleinsten Berührung irgendwas zerstört.
Wer lässt schon seine Wut wegen einer Kleinigkeit an wem aus, wenn er nicht einen wirklich riesigen Grund hat?
Viele trauen siich das nicht mal.

Es iist also eine Tatsache, das gerade Menschenmassen eine wunderbare gelegenheit sind, andere „ausversehen“ anzuschubsen, umzurennen oder natürlich, rein zufällig, auf irgendjemandes neue Schuhe rauf zu treten.

Daher lässt es sich gut verstehen, dass man manchmal DInge ohne andere Menschen machen sollte.
Ein abendlicher Berlin spaziergang, wenn kaum noch Leute Unterwegs sind, aber alle lichter um die Häuser herum gerade angeschaltet wurden.
Idealerweise vor einem Computer-/Konsolenspiel, vor denen man auch meist alleine sitzt. Oder einem guten Buch, das man schon ewig beenden wollte.
Man sollte sich diese Ruhezeit auch unbedingt nehmen. Ihr wisst sicher was sonst passiert. 😉

Irgendwann macht sonst der große Schwarze klumpen in euren Herzen *PLATSCH*

… und wisst ihr was noch dagegen hilft? 😉

Ein Muffin! 😀

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Lydi setzt dieese Woche aus. 🙂

Kel: Multidimensional relationships

Liebe Grüße,

Lae

Charlotte Roche

Perle im Fluss…


… des Lebens.

Bei Perle im Fluss fallen mir unglaublich viele Dinge ein.
Vor allem eine Perle im Fluss des Programmiercodes. Das kleine, brilliante Fragment in einem schlammigen, nassen Umfeld voller Fehler und Fäulnis.
Und, weil diese vieeel interessanter sind als Perlen im Fluss des Lebens, bleibe ich beim Programmieren. :=)

Nehmt’s mir nicht übel, ich muss schließlich auch mal was Nerdiges machen. Ausserdem hab ich grade die Melodie von „White and Nerdy“ im Kopf. Das prägt.

Wirklich!

Psst!
Man stelle sich vor wie furchtbar unwahrscheinlich es war das ich überhaupt zur Informatik und zum programmieren kam.

Vor 5 Jahren war ich fest überzeugt ich würde Architektur oder Kunst studieren. Nach einiger eingehender Beschäftigung kam ich zu dem Schluss das Mathematik allerdings echt nicht mein Ding wäre, und ich Kunst immer als Hobby und Ausgleich betreiben kann. Auch kein Ideales Studienziel. Ungefähr zu dem Zeitpunkt begann mein Vater mit seiner jetzigen Frau, einer gutaussehenden, intelligenten Ärztin zusammenzukommen und fand plötzlich die Idee überaus wunderbar, das ich Ärztin werde. Begann mich zu diesem Zeitpunkt zu überreden trifft es wohl eher.
Währenddessen hab ich gerade meinen Draht zu Psychologie und Philosophie gefunden. Kant, Schopenhauer und Christoph Koch waren meine persönlichen besten Freunde, und ich wollte UNBEDINGT so werden wie sie.
So ging es eine Weile weiter. Über Psychologie und Koch kam ich zu Neuropsychologischer Bewusstseinsforschung, darüber dann zur Neurologie, weil man als Psychologe in dieser Forschungsrichtung echt arm dran ist. (Und allgemein überall anders auch).
Dadurch begann ich meinem Vater bei Medizin zuzuhören.

Merkt ihrs?
Es ist eine wahnsinnig große Masse angeredeter und aufgeredeter Schlamm. Ein „Mach doch das“ hier, ein Psychologiestudent da.
Aber ich hatte meine persönliche Perle noch nicht gefunden.

Sogar ein 6 wöchiges praktikum in der Neurologie hatte ich noch vor Abschluss des Abiturs hinter mich. Deutsch, Englisch, Pädagogik. Lauter wunderbar interessante, aber nach 5 Minuten für mich persönlich wiederum überaus langweilige Fachrichtungen, die ich alle säuberlich geordnet hintereinander durchging, rauswarf, neu einsortierte.
Keine Perle des Erfolgs.
Nun, weil ich Schulmathematik so wenig leiden konnte tat ich zu diesem Zeitpunkt alles, um nicht Mathe im Abi machen zu müssen.
Wir hatten damals übrigens einen ganz wunderbaren Informatiklehrer, der leider krank wurde und daher häufig fehlte. Aber die Grundlagen von damals sind immernoch hilfreich.

Es ergab sich, das man Mathematik als schriftliche Abiturprüfung umgehen konnte, wenn man mündlich Informatik machte.
Da unser Lehrer so häufig fehlte und ich nicht wirklich wusste was mich erwartete(auf dem Lehrplan standen unglaublich viele Sachen, die wir nie auch nur angesprochen hatten) und ich zufällig mit einem Informatikstudenten als Freund und Captain gesegnet war, hatte ich zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung eine woche lang bei ihm Probestudiert.
Formale Sprachen, Automatentheorie, Mathematik, Logik, Algorithmen…

Liebe auf den Ersten Blick.

Ich hatte nach so viel Morast und seltsamen Fischen endlich eine Perle aus dem Fluss gesiebt. Eine riesige, wunderschön glitzernde mit unglaublich vielen, verschiedenen Farben.

Das Lernen auf die Prüfung war zum Hobby geworden. Bücher zum Durcharbeiten gab es genug, und ich hatte wirklich verdammt viel Zeit.

Meine Perle war da, die Studienentscheidung machte ich von meiner Zensur abhängig.

In der Prüfung kamen Schleifen dran.

14. Punkte.

😉

Lydis Thema: Persönlicher Traumplan
Kel’s Thema: Of Tracks and Trains

Thomas Bernhard

Der Weg eines Sandkorns durch das Universum


Das seltsame, vielsagende und umfassende Thema dieses Blogeintrages. Mal wieder etwas zu spät. 😉

Heute wollen wir den Weg eines imaginären, vielleicht existierenden Sandkorns durch das Universum verfolgen.

Man stelle sich das Universum kurz nach dem Urknall vor (glauben wir einfach mal an eine funktionierende Urknall Theorie).

Wir sind ein winziges, unbedeutendes Staubkorn im Universum, gemeinsam mit vielen anderen, unordentlich durcheinander gewürfelten, gleich unwichtigen Staubkörnern.

Wir träumen davon, irgendwann das Zentrum eines Gravitationsfeldes zu sein, umringt von vielen anderen netten Molekülen und Sandkörnern.

Dann beginnen sich langsam, Klumpen zu bilden, und wir werden als Kleines Staubkorn in einen der Klumpen hineingezogen, der beginnt sich um einen Größeren Klumpen zu drehen. Natürlich möchten alle Sandkörner zu einem Klumpen dazugehören, und je mehr es werden, desto mehr ziehen sie sich gegenseitig an.
Davon abgesehen das es ziemlich heiß ist. Das ganze Getummel ist eben irgendwie noch etwas zu unruhig und instabil. Aber nach einer Weile wird es etwas Ruhiger, und die Gemüter kühlen sich etwas ab. Verschiedene Schichten haben sich in dem Klumpen gebildet. Die Heiße Oberfläche kühlt etwas ab und überschwemmt uns mit Wasseratomen.

Wir liegen ein paar Millionen Jahre unscheinbar am Meeresgrund, während das Wasser um uns weniger wird. Plötzlich ist alles Trocken.

Dann bricht Plötzlich eine hektische Welt über das kleine Sandkorn hinein. Es wird umhergewirbelt und mitgetragen, verschluckt, verdaut, landet plötzlich irgendwo anders. Wird auf den Ast eines riesigen Baumes hinaufgeweht, vom Wind und Lebewesen mitgetragen. So geht es ein paar Weitere Jahre und Jahrzehnte.
Irgendwann tritt dann eine Heilige Latsche auf das Sandkorn, und trägt es auf irgendeinem heiligem Pilgerweg Mit. Nicht das uns das interessieren würde, aber die neuen Lebewesen die uns mit sich rumschleppen sind schon Seltsam. Sie fegen.

Wirbeln uns auf, bauen uns ein, klopfen uns ab. Völlig sinnfreies Verhalten, wir sind schließlich sowieso überall. Davon abgesehen viel länger als irgendetwas anderes auf diesem Klumpen.

2000 Jahre nachdem wir von Jesus Anhängern und allen Möglichen anderen Leuten mitgetragen wurden, landet das kleine Sandkorn auf der Jacke eines Geschäftsmannes, der es mit in die Lüfte nimmt. In unserem Land angekommen, nimmt der Weg es mit und trägt es…

vor deine Haustür.

Habt ihr euch je Gedanken darüber gemacht, woher der Ganze Sand zu euren Füßen, der Staub in euren Zimmern und auf eurer Kleidung kommt? Welchen Weg er über die Jahre, Jahrzehnte , sogar über die Jahrmillionen gemacht hat?

Es könnte interessant sein, kurz über den  Weg eines der grundlegensten Sachen in unserem Leben Nachzudenken. Er begegnet euch jeden Tag, überall.

Dieses Seltsame Molekülgemisch, das am Ende „Sand“ ergibt.

Eine Frage in die Runde, zum Nachdenken. Wärt ihr ein Sandkorn, wo wärt ihr dann gerne?

Im Kern unseres Planeten? In irgendeinem Buch irgendeines Zimmers?(Rilke oder Schopenhauers Originalwerke wären da sehr verführerisch. Oder Goethe. 🙂  )

Ich glaube ich fände den Meeresgrund cool, oder mitgenommen vom Wind. Vielleicht auch als Teil eines alten Tempels. 🙂

Soviel erstmal dazu.

Im übrigen, Lydis Eintrag diese Woche: „Die Poesie einer Süßigkeit“

Und Kelavs: „Dreams of a Friend“

Ich wünsche noch viel Spass beim Lesen.

Alles Liebe,

Lae