Welt aus Dunkelheit


Wenn es eine Weltseele gibt, die sich selbst zum Gegensatze, zur Grenze, die Materie schafft, zu welcher auch die Photonen gehören,
Sonnen, Sterne und Feuer,
welche an sich den Ursprung des Lichts bilden, rührt dann nicht alles Sein aus der Dunkelheit her?
Die Idee, die Seele des Lichtes ist an sich noch nicht Licht, erst das physikalische Licht kann man wirklich als Licht bezeichnen, zumal jeder mit einem anderen Sichtspektrum sowieso eine andere Welt sieht als wir.

Ist nicht die Dunkelheit selbst so spürbar voll schwarzen Lichtes, woraus das ihm eigene Glänzen im Sinne des Hellen, des sichtbaren Lichtes entstand?

Wo doch gerade das Dunkele eher für eine Fülle als eine Leere spricht, also auch eine Fülle an sich selbst überschattendem Licht.
Wo gerade alles Dunkele jedes Licht erbarmungslos in sich aufsaugt, nichts reflektiert.

Licht an sich als glänzende Reflektion des Seins, eine energetische Täuschung zum Auseinanderhalten der Dinge.

Gerade daher muss die Welt zuerst und ursprünglih aus der Dunkelheit entstanden sein.

Ära der Knechtschaft


Todesszenen wandeln meinen Geist,
Stille Weiten plagiieren Leben,
Nacht umhüllt mich, Fesselt mich mit Kälte,
Streben nach dem Nichts der Wirklichkeit…

Tausend Wolken schmelzen sich zusammen,-
Sturm, aus Tränen einer Nacht!
Blitze züngeln mit dem Leben,-
Grabgeruch zieht mich zu sich herab…

Dort ein Schutzgeist!-
doch, ein Trugbild nur…
Goldener Schimmer einer Flamme Glut.
Reinheit, diese Illusion! Unberührtes ist verraten.

Zünde Feuer, lass mich hier verbrennen,
Lebensfluss zu leicht zerstört,
reicht ein Schnitt schon, so lass mich ihn nehmen!-
Dasein ist nicht bleibenswert!

Täuschung, die im Widerspruch zerbricht,
Aburteilung in den schönsten Tönen,
Eros Fesseln stützen, doch sie halten nicht,
Fortunas Segen will den Hingang stören…

Renaissance kommt mit des Scheines Minne
Doch, wird Liebe dir gewährt?
Götterzorn, des Teufels Stimme,
Beide sind von Streit genährt.

Willkür lässt die Despotie zerspringen,
Ungewisses naht im Morgenrot
Niemand will der Innigkeit entrinnen
die der Zukunft Lichtblick wird.

Sehnsucht verlorener Minuten…


Sehnsucht verlorener Minuten….

Die Tage vergingen als Minuten,
Kurzer Schutz nur vor der Welten Nacht,
So schnell er kam war er wieder verschwunden,
und ich bin aus dem Wachsein fortgebracht….

Schwaches Schild, das Schwert ist schon zur Stelle,
Ein schneller Hieb und es zerbrach im Wind,
sagst du mir, was mein Wesen erhellte,
während ich gefallen bin?

Es tat weh, doch Tod schien gleich zur Stelle,
Schnell aufgefangen doch bevor ich fiel;
lief ich schon weg, dem Tag entgegen,
als wenn man mir die Beine stiehl….

Dein Gesicht, so voll der schwarzen Tränen,
Porzellan in zartester Statur,
wärest du nicht so dunkel gewesen,
dächt ich du wärst eine Puppe nur….

Dein Arm war voller tiefer Narben,
Rote Tränen liessen ihre Spur,
In deinen Augen war der Hass gewesen,
dein Herz verlangte Liebe nur…