URPG23–Log01–LtCmdr.Laetitia Branchi–XO–SD 11169.2201


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Personen: Kelav
Wörter:1186
Zitat:
Who am I talking to
Could be the demon with a mask
Why should I trust in you?
I don’t feel safe
I never did
But what else can I do
But what you ask?
Think of your darkest night
Think of your soul alone
If you can bear the sight
Think of the love you’ve never known
Emilie Autumn- Faces like Mine

Titel: Erwachen, in deiner Wirklichkeit

=^= Krankenhaus – Erde =^=

Lange Nächte haben mich zurück in die düsteren Traumwelten geworfen, denen ich mich so oft schon entflohen glaubte. Doch scheinbar verband mich mit dieser Dunkelheit mehr, als nur ein Traum. Eine tiefere Wirklichkeit an dem Ort, wo Träume enden.
Irgendwie war ich nicht wirklich überrascht, dass er bei mir war. Es hatte etwas natürliches, so wie die Dinge im Moment sind. Er in meiner Nähe, und dieses unbestimmte Gefühl der Geborgenheit.
An einem Ort tief in meinem Herzen wusste ich, das wenn ich einschlief und irgendwann in unbestimmter Zeit aufwachen würde, er immer noch in meiner Nähe stünde.
Das er da war.
Die Frage die bleibt, ist ob ich ihn halten kann. Nachdem der Arzt das Zimmer verlassen hatte verwandelte sich mein Gesicht in etwas lächelndes, Ihm zugewandt.
Wie kann sich eine Welt so schnell ändern? So sonderbar schnell heilen, ohne das auch nur ein Moment verging zwischen der einen Sekunde und der anderen.
Doch wirkt alles so wundersam geheilt und richtig. Was ist das Mittel, das meine Wirklichkeit erhellt wie die Sonne, die auf der Erde Leben gebar und sich entwickeln ließ. Nicht nur Leben, auch Fühlen. Seltsame Dinge wie Liebe und Hass, Sehnsucht, Angst, aber auch und vor allem Glück.
Gutes wie schlechtes durch das strahlende Licht dieser Seele, die dabei ist sich mir zu schenken. Dieses wundervolle Wesen, das schon vor Jahren mein Herz eroberte, auch wenn ich damals derartiges noch fürchtete. Ich rannte davon, weil Liebe empfinden auch heißt, für Schmerz und Dunkelheit offen zu sein.
Es bedeutet im Grunde der Seele alle Verletzbarkeit zu sammeln, und diese zu öffnen. Für eine einzelne Person erscheint das nicht viel. Aber am Grunde lauert die bittere Wahrheit, dass ich mich nicht nur für eine Person öffnen kann. Nicht nur Ihn oder Sie als einzelnes Quantum einer Wirklichkeit aktzeptieren, und den Rest der Welt zerstören.

Ich wollte diese einsame, erschreckende Wirklichkeit. Ein Urmeer aus Seelen, in dem nur ich existiere. Die trostlose Welt, in der nur ich lebe, und niemand mich verletzen kann.
Es ist, als fragte ein Dämon mich im Träume: ‚Soll ich dir die Welt schenken? Soll ich sie zerstören?’
Gerade in der Sekunde, da ich bereit war, alles aufzugeben. Meine Kraft gegeben, um alles auszulöschen.
Die Wirklichkeit in mir, kurz vor der Zerstörung. Die Welt als mein eigener Wille, meinen Wünschen und Träumen ausgeliefert. So wie ich sie will und sie erschaffe.
Doch die Wirklichkeit zerstören, hieße auch, IHN aus meinen Herzen verbannen. All sein Sein in meiner Welt zu töten, zu zerstören und nie wieder an mich heran zu lassen.
Der Moment, da er mich anlächelte, gerade aus tiefen Träumen erwacht. Die Präsenz an meiner Seite, egal was geschieht.
Es ist, als hätte er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Wirklichkeit mit sich genommen, und in meine hineingeworfen.
Ein Riss in meinem Traum. Der Tod meiner Wirklichkeit, die nicht einmal entfernt der seinen ähnelte.
Ich spürte am Rande meines Bewusstseins einen Stich, der mich weiter in meine Träume und Gedanken warf.
Geworfen an einen Raum ausserhalb der Zeit, einen Schreibtisch, und eine entfernte Person, kaum erkannt, eine Geschichte Verfassen. Wispern in der Dunkelheit, Wünsche und Träume, die meine Wirklichkeit weben.
Sprich, Liebster, könntest du sprechen. Würdest du aus der Seite unter meinen Händen dich erheben, oder eher, würdest du meine Wirklichkeit dir rauben,
obwohl du, tief verborgen unter meinen Linien, den Sinn der Wirklichkeit, der meinen, kaum erfasst.
Die Ehre, die auch der Ärmste sich erstrebt, ein ehrenvolles Leben wie das deine zu erleben. Sich vorzustellen wie ein kaum erkannter Traum. Unrecht ist es, dich zu halten.
Aber, würd’ ich dich nicht halten, wie ich es tue, Mitternachts in Angst dein Bild skizzieren. Ängstlich, du würdest in den Himmel zurückkehren aus dem du kamst.
Deinen Namen zu erfragen, zu früh zu ahnen wer du bist, bevor mein junger Geist vermag dich zu erfassen.
Dein Bildnis fassen, die Präsenz erahnen, die du in meinem Herzen hinterließt.
Du sollst in deinem Glanze hier besteh’n, auch wenn ich fürcht, das ich dich längst entließ.

Für jetzt, im Rückblick, muss ich dir gesteh’n, dass nie die Absicht mich beschlich dich zu benennen,
mein Inner Auge sollte dich erkennen, formen wer du seist, wärest du hier.
Bevor die Seele deines Seins dein Wesen erwachen lies, mein Herz erbat, dich zu erschaffen, hätten wir, fast neugeborn, uns fast gekannt.

Die Wahrheit ist, ich wollte dich nicht schaffen. Nicht einlassen, was du versprachst.
Dein erhabenes Sein schien zu viel für mich zu tragen. Die Dunkelheit, die alles war was ich besaß, zu zerstören.
Ich verbannte dich, floh, Universen weit, nur um am Nabel der Zeit wieder auf dich zu treffen, dich allein meine Barrieren zerstören zu sehen.
Doch endlich seh ich klarer durch die Welt, die meine Wirklichkeit mit dir verschmolzen. Die Dunkelheit zumindest angebrochen.
Deine Welt ist die meine, anders als zuvor aktzeptiert mein Herz nun eine Wirklichkeit, in der du existierst.
Mit dir, den Rest der Welt.
In deiner Welt existieren diese andern Wesen, die ich so lange verbannen wollte. Gefühle und Verletzlichkeit reihen sich in enger Gemeinschaft um das sein.
In meinem Herz erschufst du dir selbst, gegen meinen Willen, eine Welt die ich aktzeptiere, und dich, den ich liebe.
Doch mit dir geht es überein, das ich auch die Welt akzeptieren muss, in der du lebst. Sie lieben muss, da sie dich erschaffen hat.
Ich erschuf einen Platz in meiner Seele, der Liebt. Niemals soll ich das Herz, das ich dir gab, zurückfordern von dir.
Mich in meiner Welt, und du in deiner. Zwei Blätter einer gleichen, stillen Blume.
Darüber hinaus eine Welt in mir, die deine akzeptiert, und dich willkommen heißt in meinem herzen.
Dein Eintreten in meine Welt, ist meine kostbarste Stunde.

Langsam öffnete ich die Augen wieder, und sah einmal mehr in dein geliebtes Gesicht. Das erste Mal ehrlich akzeptiert.
Zum ersten Mal in meiner Seele ruhig, ohne Widerspruch in dieser einen, wichtigen Sache.
Ich schenke dir mein Herz, zum Guten oder Schlechten wird sich zeigen. Doch es bleibt dein.

Deine Augen lagen auf den meinen als ich Sprach. „Lass uns irrgendwohin verrschwinden, wo kein Krrieg uns findet. Nurrr wirrr zwei, ohne Uniforrm, Kampf oder Krrieg.“ bat ich.
Er blieb einen Moment still, dann nickte er nur, während ein Lächeln seine Lippen umspielte.
Scheinbar wusste er schon vorher, was ich wollte, denn der Rollstuhl stand bereits neben dem Bett bereit.
Ich hatte weitere 2 Tage verschlafen, bis zum Tag meiner Entlassung. Dieses Mal, dem Frieden zu liebe, versuchte ich auch gar nicht erst zu widersprechen, und ließ mich zu dem für mich unbekannten Ziel schieben.

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