And the Rest is Noise…


Durch die Zeit wandelnde Ewigkeiten,
Flügel ausbreitend in neuem Licht erwacht.

Wir dachten, die Engel würden die Himmel zerreißen,
Verspeisen samt all dieser Süßigkeiten, die wir manchmal in den Herzen anderer finden.
Sie dachten, die Erde würde verglühen, wie tausend sterbende Schwäne
während wir uns in Gedanken verlieren.

Totaler Realitätsverlust.

Es blieb die Zeit, in der wir Einsam sind, lange bevor wir uns kannten.
Seltsame Zeiten voll dunkelen Ranken in merkwürdiger Gestalt.
Ich wurde verschlungen, tief im Schnee vergraben.
Neuer Winter ewiger Natur. Die Kühle nahm die neuen Ranken, der Wind zerbrach es wieder.

Dann Plötzlich ward es Licht.

Es kam eine Neue Kleinigkeit ins Leben, und die Welt begann als Gedicht.
Worte wurden zu Sätzen, Farben zu Bildern. Das Leben erwacht aus stummer Wörterpracht.
Striche die Bilder zu formen begannen. Menschen, die Sinn ergeben.

Man erblickt eine fremde Person, und ihre Unbekanntheit schafft Distanz.
Man trifft eine Person, und Bekanntheit schafft Vertrauen, bis man plötzlich erkennt, das genau Das geschah.
Es wurde mit Menschen gewürfelt.
Die Zufallszahlen fielen auf den Tisch der Ewigkeit. Wir sehen der Person in die Augen, auf die wir, ganz ohne es zu wissen, warteten.

Alles ergibt Sinn.

Die Langen durchwachten Nächte, in denen irgendetwas fehlte.
Die Ewigkeiten der Einsamkeit, in denen wir auf Veränderung warteten. Irgendeine.
Ohne Sinn.
Sinnverlorene Zeit der Wertschätzung von Zweisamkeit. Paarung der Gegebenheiten.

Menschen treffen aufeinander, Freundschaften entwickeln sich.

Stärken sich, zerbrechen wieder. Menschen brechen auseinander. Zusammengeklebt, erneut gebrochen.
Kreisläufe des Werdens und Vergehens menschlicher Beziehungen.

Leichtfertig gebrochene Seelen, Engelsflügel in Kristallsplittern über den Erdball zerstreut.
Kaputte Kinderseelen, leichtfertig zerrissen wie ein Kind Insekten die Flügel ausreißt, ohne über den Schaden zu sinnieren.

Plötzlich fassen wir wieder Vertrauen. Ein neues Licht an einem neuen Tag.
Stille kehrt in die Herzen, während Farben die zerbrochenen Puppen neu Anstreichen.
Alte Narben übermalt mit neuer Fröhlichkeit.

Genießen neuer Stunden mit noch unbekannten Gefährten, und jenen die auf den vorherigen Reisen nicht verloren gingen. Neu wiedergefundene Freunde. Liebste, wertvolle Menschen die man so leichtfertig wieder verlieren könnte.

Leben ist kurz. Handeln kürzer. Beziehungen unendlich kostbar und zerbrechlich wie ein kleiner Schmetterling in der Hand eines Kindes.
Eine unachtsame Bewegung. Die Flügel wurden ihm ausgerissen.

Undenkbare Zerstörung, Wundenflicken. Heile, stabile Beziehungen die unkaputtbar sind.

Der Rest bleibt Geräusch und alltäglicher Wahnsinn.

LB

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Sehnsucht nach nichts


Dieses Gefühl, jenseits von Sehnsucht und Furcht

Diese unerwartete Angst vor dem nächsten Verlust

Fremdartiges Nichts, neu gewonnen aus mir

Freundgewordenes Nichts, lieb gewonnen in dir..

Was für ein Leben erwartet die Wartenden?

Ein zielloses nichtsstreben im Vakuum

umgeben von zerstörten Träumen,

die neue Keime schon im Leid ersticken

Was für ein Leben haben die Hoffnungslosen?

Wunschlose Trauer fährt durch den alltag,

kein Neues Ziel ersehnenswert

kein altes neu aufzuleben

Wie kann man leben, wenn man nichts ersehnt?

Ohne Traum durch den Alltag schreitend,

ohne Ziel dem Nichts entgegenstrebend

Leben oder Tod – unterschiedslos

Dieses Sein das sich in mir verbirgt,

Dieser Reim der sich aus dir erwirbt

So dass die Ängste endloser Nächte unser Leben

wie trauer gestalten..

Liebster, lass uns sehnen, und wenn es unerreichbar scheint.

Nicht ketten ein Leben an einen nicht erreichbaren Traum

sondern das neuerträumen endloser Wünsche

denen man ewig entgegen streben kann.

Ein wunschvolles Streben ist ziel.

Ein wunschloses Leben schon viel,

aber nie genug.

Sehnsucht, führe uns in ein leben unerreichbarer träume,

Grenzwerte in der Unendlichkeit gelegen

Kein Leben ohne Traum

Kein Streben ohne Ziel

Kein Glück ohne Preis…