Von DEINEM Blute…


Hier stehe ich, genau vor dir, und nicht zu deinen Füssen, nun sehe mich, so wie ich bin!
Die Sehnsucht lässt dich grüßen.
Sahst du mich je? Was bin ich denn? Ein Ding, das man beschenkt?
Von DEINEM Blute kam ich her, und wurde nicht getränkt,
Nicht Wasser brauch es, noch der Luft, um mich davon zu nähren,
die Sehnsucht nur ist diese Schlucht, die du solltest bekehren!

Sollt ich dir je Ehre bringen? So soll es Ehre sein!
Die Ehre, zu dir Schlamm zu werfen!
Du sollst vor Reue schreien!
Ich wünschte, ich wäre nie gewesen,
aus deinem kaltem Blut,
du willst mich formen, so soll ich verwesen,
siehst du nicht meine Wut?
Wo warst du gewesen, als ich nach dir rief?
Die Nächte voll der Tränen…
Nie war ich wie die andern gewesen,
gebettet in Todessegen…..
Wo warst du gewesen, als ich noch ängstigte, um dich,
bevor mein Fluch dich traf?
Hast du vergessen das Leben, dass du mir abgeschnitten?
Hast du denn all das Leid vergessen, das ich wegen dir gelitten?
Ich kann nicht Hassen ohne Mitleid, nicht Lieben ohne Furcht,
so sollst du derben voll des Abschaums, aus dem du mich geboren!

Ära der Knechtschaft


Todesszenen wandeln meinen Geist,
Stille Weiten plagiieren Leben,
Nacht umhüllt mich, Fesselt mich mit Kälte,
Streben nach dem Nichts der Wirklichkeit…

Tausend Wolken schmelzen sich zusammen,-
Sturm, aus Tränen einer Nacht!
Blitze züngeln mit dem Leben,-
Grabgeruch zieht mich zu sich herab…

Dort ein Schutzgeist!-
doch, ein Trugbild nur…
Goldener Schimmer einer Flamme Glut.
Reinheit, diese Illusion! Unberührtes ist verraten.

Zünde Feuer, lass mich hier verbrennen,
Lebensfluss zu leicht zerstört,
reicht ein Schnitt schon, so lass mich ihn nehmen!-
Dasein ist nicht bleibenswert!

Täuschung, die im Widerspruch zerbricht,
Aburteilung in den schönsten Tönen,
Eros Fesseln stützen, doch sie halten nicht,
Fortunas Segen will den Hingang stören…

Renaissance kommt mit des Scheines Minne
Doch, wird Liebe dir gewährt?
Götterzorn, des Teufels Stimme,
Beide sind von Streit genährt.

Willkür lässt die Despotie zerspringen,
Ungewisses naht im Morgenrot
Niemand will der Innigkeit entrinnen
die der Zukunft Lichtblick wird.

Sehnsucht verlorener Minuten…


Sehnsucht verlorener Minuten….

Die Tage vergingen als Minuten,
Kurzer Schutz nur vor der Welten Nacht,
So schnell er kam war er wieder verschwunden,
und ich bin aus dem Wachsein fortgebracht….

Schwaches Schild, das Schwert ist schon zur Stelle,
Ein schneller Hieb und es zerbrach im Wind,
sagst du mir, was mein Wesen erhellte,
während ich gefallen bin?

Es tat weh, doch Tod schien gleich zur Stelle,
Schnell aufgefangen doch bevor ich fiel;
lief ich schon weg, dem Tag entgegen,
als wenn man mir die Beine stiehl….

Dein Gesicht, so voll der schwarzen Tränen,
Porzellan in zartester Statur,
wärest du nicht so dunkel gewesen,
dächt ich du wärst eine Puppe nur….

Dein Arm war voller tiefer Narben,
Rote Tränen liessen ihre Spur,
In deinen Augen war der Hass gewesen,
dein Herz verlangte Liebe nur…