Puzzling a Book


Es ist schon interessant, das Buchschreiben. Wobei ich tatsächlich den Vorgang des Schreibens an sich meine und nicht den Interessantheitsgrad des Buches.

Während ich an meinem Buch sitze, purzeln haufenweise Informationen in meinem Kopf herum, über die ich weder wirklich nachdenken konnte, noch die ich vorher besaß. Man denkt nicht einmal wirklich darüber nach, oder genauer, ich tue es nicht.
Zwischendrin habe ich einfach einen Erkenntnisblick über diese Welt in mir, die sich langsam aber stetig auf den Seiten vor mir ausbreitet.
Nicht ich bin es, die sich Geschichten ausdenkt, ich gebe ihnen nur einen Ort an dem sie sich ausbreiten können.
Es ist ähnlich dem, wenn man sich in einem fremden Land befindet, und plötzlich bestimmte dinge sieht und Geschehnisse erkennt.
Man muss nicht erst darüber nachdenken, ob etwas passiert, oder es nicht viel interessanter wäre wenn Charakter B das ganze machen würde, und nicht Charakter A. Aber so funktioniert das doch nicht!

In der Schule haben sie und einmal versucht weis zu machen, das alle großen Schriftsteller irgendwie einen Zweck in ihren Texten sehen und wissen was sie schreiben wollen, bevor sie es tun.

Sicher, danach kommt wirklich noch die Nachkontrolle, aber schon Rilke war der Meinung, das alles Geschriebene eher aus ihm herausfließt. Er sah sich als Instrument seiner Schöpfungen, nicht als Schöpfer.

Im Moment versuche ich meine ersten 3 Hauptcharaktere näher kennen zu lernen, und es stellen sich immer noch neue Sachen heraus.
Bisher dachte ich immer, es wären einfach Kinder mit einer Mutter, doch nun musste ich feststellen, das ihre Mutter sie nur auf den Stufen fand!

Ich war wirklich überrascht. Bisher wusste ich zwar, das ich sehr fragmentarisch schreibe, doch es bleibt der interessante Aspekt, wie beim dichten, dass man all zu leicht dinge schreibt oder beschreibt die man bis zur Sekunde wo man das Geschriebene selbst liest nicht weiß und kennt.

Ein seltsames Ding, unser Verstand.

 

One thought on “Puzzling a Book

  1. Das empfinde ich ebenso, nur denke ich, man kann auch bestimmte Elemente einbringen, über die man sich zuvor Gedanken gemacht hat (die „wachsen“ dann zwar auch „mit“, aber man kann behaupten „Ich wollte dies und das schreiben und habs getan!“ [wg. freier Wille]).

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