Vertechnologisiert


Züge rädern durch die Berge,

Stahlgewalt im Donnerton.

Wütend starkes Menschgewerde,

Wurmgeflecht im Weltentron.

 

Zitternd Blech, Naturgeawalten.

Krach der durch die Wälder Hallt.

Sturmgefecht, Technikgestalten,

Tod durch undankbares Geschlecht.

 

Seht nur, wie sie Lilien spalten.

Berge fall’n als Asche dar.

Gletscher schmelzen, Seen veralten.

Rauchgeruch im Kinderbad.

 

Fühlt nur, wie Sie Erde brechen,

Graben Tunnel, Wolkenhöhen

Werden fast schon zum Gebrechen

Menschsein ward Vertechnikschönt.

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Augen-Blicke


Ein extrem vielfältiges Thema, das mir meine liebste Lydia da gab. Augenblicke, Momente, Sekunden im Leben eines Menschen, die hängen bleiben. Am Ende sind es schließlich die kleinen Dinge, die als erstes unseren Blick fangen. Sich in unser Gedächtnis einschweißen, uns hinein in unsere Träume verfolgen.

Der Moment, wenn eine geliebte Person dich das erste Mal Anlächelt.
Ein Schokoladenbrunnen, der sich sanft über eine Erdbeere ergießt.
Der Augenblick, wenn an einem Regentag zum ersten Mal die Sonne herauskommt, und der Mond, hinter einem Wolkenstreifen gut sichtbar in der Nacht, während man auf einer Wiese liegt.
Die Sekunde, wenn eine kleine Hand voll Katze ihre Augen öffnet, oder wenn man auf ein Bild voller Zahlen und Muster starrt, und es von einer Minute auf die andere plötzlich Sinn ergibt.
Das Ergebnis tagelanger Arbeit, das überraschenderweise plötzlich anders, unbekannt aussieht. Fertig gestellt durch seine eigene Vollendung. In dem man sich nicht mehr daran erinnern kann, wann man aufhörte zu malen, und wann dieses fremde Bild unter der eigenen Hand entstand.

In einer Wolke auf 2000 m Höhe, umringt von wundervollen, glänzend leuchtenden Bergketten. Stehend auf dem Gipfel der Welt.
Glitzernde Tropfen in der Luft wenn man ins Wasser spring, und die Sonne sich tausende Male mitten in der Luft bricht. Sekundenbruchteile in denen ein kleiner, wunderschöner Vogel 20 cm entfernt sitzt und einen ansieht.
Ruhiger Blickkontakt vor dem unvermeidlichen Schlagen der Flügel und der Anmut seines los Fliegens.
Das helle, grüne Leuchten der Farben des Grases in der Sonne nachdem sie gerade wieder hinter den Wolken auftaucht, oder die leuchtenden Lichtstreifen bei einem Waldspaziergang.
Die Diamanten im Wasser eines versteckten Sees tief im Wald.

Kleine Geschenke an die Ewigkeit, die allzu schnell im Sand der Zeit verrinnen.
Momente, die einem im Gedächtnis hängen bleiben und den Tag ein klein wenig versüßen. Ein wenig erinnernswertes. Achtet drauf, sie verschwinden zu schnell. 😉

Post von Kel: „A Heavenly Gift“

Post von Lydi: „Die vielen Gesichter des Nett“

Bis nächste Woche,

Lae

Nerdstöckchen


Ich habe von Schnatta ein Nerdstöckchen erhalten. Eine Aktion von Korrupt. Stöckchenwerfen um Nerds zum Bloggen zu bewegen. x) (Das muss ich nachher glatt weiter werfen. ^^)
Genau weiß ich zwar nicht, ob ich als Nerd durchgehe, aber das hindert mich in keinster Weise darüber zu schreiben.

Davon abgesehen bin ich unter Nerds aufgewachsen, seit ich mit 16 angefangen habe, mal meinen Kopf etwas zu aktivieren. Dh. Nerds sind per se toll. Auch wenn das damals eher Philosophie Nerds waren, aber über Gott und die Welt diskutieren endet am Ende auch in guten Diskussionen über interessante Ideen und Kettcar im Hintergrund.

Nerd zu sein ist prima. An sich meistens, aber konkret

– nachts um vier, weil…
Es man Nachts plötzlich Wissenschaftliche Texte versteht, die einem in Tageslicht noch völlig unverständlich erschienen… und sich daran erinnert!

– in diesem leicht heiss geratenen Sommer gerade, weil…
Es viel cooler ist, in der Sonne mit einem Laptop zu sitzen, als ohne, oder drinnen. Der moderne Informatiker ist auch mal draußen. *behaupt*
Aber auch weil es genial ist, lange Nachts wach zu sein, da man die kühle Morgenluft genießen kann und auch mal morgens um 4 spontan einen Waldspaziergang macht. Sowas wird Leuten mit einem normalen Schlafrythmus völlig verwehrt!

– morgens beim aufstehen, weil…
Es immer Morgens ist, ob man nun um 12, 14, 17 oder 20 uhr aufsteht. Per Definition ist Morgens einfach immer nach dem Aufwachen.
Ausserdem fährt mein Stoffwechsel und mein Kopf erst mit Anschalten meines PCs hoch. Geht das nur mir so?

– bei der folgenden Geschichte:
Ich habe mit meiner Freundin eine Ewigkeit über P=NP, seine Folgen und die Bedeutung von Polinominalzeit diskutiert. Sie ist Philosophin.
Tatsache ist, wir beide waren weder bei dieser Diskussion, noch bei einer über die Wahrheitswerte der Aussagenlogik oder Kant’sche und Schopenhauersche Aussagen über die Welt im Einklang mit moderner Wissenschaftstheorie im geringsten gelangweilt. Das finde ich toll 😀
Nerd sein lässt einen geniale Themen als intessant erkennen. 🙂

Nerdsein ist aber auch nicht immer das reine Glück. Beispielsweise…
Öhm… Mh… Es gibt Leute mit negativen Bildern von Nerds, die… Ach was solls, mit denen hab ich eh nichts zu tun. Ich finde es toll, wenn ich meinen Eltern XKCD Comics zeige, und sie diese nicht verstehen! 😀
Es ging darum, das ich Papas seltsame Witze nicht witzig finde, und er sich fragte, was man in meinem Freundeskreis denn witzig fände, ala „wenn du meine witze schon nicht witzig findest, dann verstehst du sie auch nicht, und sicher auch keine anderen.“

Aber XKCD war ihm dann doch zu hoch. x) Also, nich finde am Nerd sein keine Negativen Teile. Nerd sein ist toll. 😀

Nerdtests sind…
Hab noch nie einen gemacht, aber ich finde tests ab und an ganz witzig. Nerdausbildung: Lies XKCD.com und versteh es. Dann weißt du was du bist. 😉

Dieses Nerd-Sein-Gefühl, das hab ich besonders, wenn/weil…
Mhhhh… gute Frage. Ich will einfach einer sein. Ein Nerd gefühl direkt habe ich immer, wenn ich von den vielen, coolen Mitnerds umgeben bin. 😀 Da weiß man wo man dazugehören will.
(Und das obwohl mir Programmiersprachen irgendwie wirklich nicht liegen… :/)
Ich kenne weitere Nerds, denen ich dieses Stöckchen weiterreiche, nämlich…
Kelav, Lydi (Ja, ich zähl dich als Nerd, akzeptiers), Sten, mal schauen wer mir noch über den weg rennt. 😀

Der Weg eines Sandkorns durch das Universum


Das seltsame, vielsagende und umfassende Thema dieses Blogeintrages. Mal wieder etwas zu spät. 😉

Heute wollen wir den Weg eines imaginären, vielleicht existierenden Sandkorns durch das Universum verfolgen.

Man stelle sich das Universum kurz nach dem Urknall vor (glauben wir einfach mal an eine funktionierende Urknall Theorie).

Wir sind ein winziges, unbedeutendes Staubkorn im Universum, gemeinsam mit vielen anderen, unordentlich durcheinander gewürfelten, gleich unwichtigen Staubkörnern.

Wir träumen davon, irgendwann das Zentrum eines Gravitationsfeldes zu sein, umringt von vielen anderen netten Molekülen und Sandkörnern.

Dann beginnen sich langsam, Klumpen zu bilden, und wir werden als Kleines Staubkorn in einen der Klumpen hineingezogen, der beginnt sich um einen Größeren Klumpen zu drehen. Natürlich möchten alle Sandkörner zu einem Klumpen dazugehören, und je mehr es werden, desto mehr ziehen sie sich gegenseitig an.
Davon abgesehen das es ziemlich heiß ist. Das ganze Getummel ist eben irgendwie noch etwas zu unruhig und instabil. Aber nach einer Weile wird es etwas Ruhiger, und die Gemüter kühlen sich etwas ab. Verschiedene Schichten haben sich in dem Klumpen gebildet. Die Heiße Oberfläche kühlt etwas ab und überschwemmt uns mit Wasseratomen.

Wir liegen ein paar Millionen Jahre unscheinbar am Meeresgrund, während das Wasser um uns weniger wird. Plötzlich ist alles Trocken.

Dann bricht Plötzlich eine hektische Welt über das kleine Sandkorn hinein. Es wird umhergewirbelt und mitgetragen, verschluckt, verdaut, landet plötzlich irgendwo anders. Wird auf den Ast eines riesigen Baumes hinaufgeweht, vom Wind und Lebewesen mitgetragen. So geht es ein paar Weitere Jahre und Jahrzehnte.
Irgendwann tritt dann eine Heilige Latsche auf das Sandkorn, und trägt es auf irgendeinem heiligem Pilgerweg Mit. Nicht das uns das interessieren würde, aber die neuen Lebewesen die uns mit sich rumschleppen sind schon Seltsam. Sie fegen.

Wirbeln uns auf, bauen uns ein, klopfen uns ab. Völlig sinnfreies Verhalten, wir sind schließlich sowieso überall. Davon abgesehen viel länger als irgendetwas anderes auf diesem Klumpen.

2000 Jahre nachdem wir von Jesus Anhängern und allen Möglichen anderen Leuten mitgetragen wurden, landet das kleine Sandkorn auf der Jacke eines Geschäftsmannes, der es mit in die Lüfte nimmt. In unserem Land angekommen, nimmt der Weg es mit und trägt es…

vor deine Haustür.

Habt ihr euch je Gedanken darüber gemacht, woher der Ganze Sand zu euren Füßen, der Staub in euren Zimmern und auf eurer Kleidung kommt? Welchen Weg er über die Jahre, Jahrzehnte , sogar über die Jahrmillionen gemacht hat?

Es könnte interessant sein, kurz über den  Weg eines der grundlegensten Sachen in unserem Leben Nachzudenken. Er begegnet euch jeden Tag, überall.

Dieses Seltsame Molekülgemisch, das am Ende „Sand“ ergibt.

Eine Frage in die Runde, zum Nachdenken. Wärt ihr ein Sandkorn, wo wärt ihr dann gerne?

Im Kern unseres Planeten? In irgendeinem Buch irgendeines Zimmers?(Rilke oder Schopenhauers Originalwerke wären da sehr verführerisch. Oder Goethe. 🙂  )

Ich glaube ich fände den Meeresgrund cool, oder mitgenommen vom Wind. Vielleicht auch als Teil eines alten Tempels. 🙂

Soviel erstmal dazu.

Im übrigen, Lydis Eintrag diese Woche: „Die Poesie einer Süßigkeit“

Und Kelavs: „Dreams of a Friend“

Ich wünsche noch viel Spass beim Lesen.

Alles Liebe,

Lae