Linksdemo aus Versehen oder „Überraschung!“


Es wird mir in letzter Zeit häufiger die Frage gestellt, was ich mache,  oder wofür ich  mich interessiere. Dann schießt mir häufig ein Bild durch den Kopf, dass diesem sehr ähnlich ist:

Er hat das schon gut getroffen. Es  gibt einfach zu viel um auf diese Frage tatsächlich so einfach zu antworten, wie das scheinbar erwartet wird. Aber es läuft tatsächlich viel seltsam im leben.

Ich war beispielsweise gestern In Eclipse, und es scheint mir, als wäre der Film mit jeder Minute mehr zur Eindimensionalen Schnulze geworden. Auch wenn die Schauspieler von Jasper, Alice und Carlilse wie immer hervorragend waren, muss man einfach zugeben, dass der Rest schrecklich war.
Es scheint als würde Miss Stewart  nur einen einzigen Gesichtsausdruck beherrschen. Immer dieses deprimierte Gesicht, ob sie glücklich oder Traurig ist.
Trotz ihrer eindeutigen Marry Sue Rolle hat Bella in den Büchern eine Rolle, die jede Frau fasziniert. Stattdessen scheint Kristen Stewart diese Viuelschichtigkeit von Bellas Interpretationsmöglichkeiten einfach auszublenden, und für Stimme und Gesicht einfach immer die Default Vorlage zu Verwenden.

Pattison ist in der Hinsicht zwar deutlich besser, ebenso wie Taylor Lautner, aber an sich ist der Film eine wirklich schlechte, einseitige Darstellung des Buches, in der die besten stellen umgeschrieben wurden, und noch ein paar Konflikte mehr einfach herausfielen. So ist es jetzt nicht mehr Bella, die nach dem Kuss  will das Edwart auf Jake losgeht, wo dieser es dann lässt weil er sie gut genug kennt, hier regt sich Edward auf und Bella ist nie auch  nur merkbar böse auf Jakob. Sie bricht sich nicht mal die Hand, sondern Prellt sie sich nur.  Zudem wurden im Film ein paar wirklich Böse Logikfehler eingebaut, die es im buch noch nicht gab.

Aber zurück zu den Seltsamkeiten des Lebens. Ich traf heute im Zug zufällig jemanden, der mich spontan zu einer Antiddemo gegen eine Versammlung von ProDeutschland, einer noch kleinen nationalsozialistischen Gruppe, im Rathaus Schöneberg mitnahm.
Es war bereits seltsam als wir den Bahnhof betraten. Er war so gut  wie leer.

Die meisten Demos denen ich bisher über den Weg lief kündigen sich meist durch eine Ansammlung vieler Menschen am Bahnhof an.

Am Rathaus angekommen erwartete uns jedoch das faszinierendere Bild. Ein Flohmarkt. Flohmarktdemo? Demo gegen den Flohmarkt? Der Flohmarkt hat das Rathaus besetzt und nur Linksaktivisten dürfen durch?

Am Ende entdeckten wir die Stelle der Kundgebung, gut auf dem Flohmarkt versteckt.  Eine kleinere Ansammlung von ca 150 Menschen, die alle eifrigst die Zeitungen und Flugblätter nihrer Organisationen verteilten, während sie fleißig gegen Rechte Wetterten und Fähnchen schwenkten.

Es war, als wäre Linksaktivismus und Antidemos zu so etwas wie einer Familienaktion geworden. Eine Hüpfburg neben Antifa-Parolen rufenden, gemütlich über den Flohmarkt schlendernde, die nebenher sehr interessiert bei der Kundgebung zuhörten, Polizeistaffeln, die offensichtlich die  Sonne genossen.
Gleich als wir ankamen war klar wie die Situation war. Die „ungefähr 20-30“ ProDeutschland Leute schienen gemütlich irgendwo in einem Kaffee zu sitzen. Es wurde brav weiter Parolt, während wir eine Weile im Schatten auf etwas zu tun warteten.

Irgendwann war es dann tatsächlich so weit. Die „7-10“ ProDeutschland Leute sollten auf der rechten Seite desRathauses aufgetaucht sein. Und auf der Linken. Wir wanderten zur rechten und sahen sie: Die Hochzeitsgesellschaft.
Daraufhin wurde natürlicch sofort das Standesamt besetzt, damit auf gar keinen Fall nationalsozialistische Hochzeiten stattfanden. Auf der Anderen Seite das gleichee spiel. Das Hochzeitspaar wurde natürlich sofort von den Linksaktivisten am Betreten/verlassen des Rathauses gehindert.

Man sah Frauen und Kinder zwishen Polizei und Linksaktivisten glüccklich zum Feiern aus dem Rathaus schlendern.

Plötzlich mobilisierte sich die Masse und sammelte sich zum SitIn auf der Straßße neben dem Rathaus, um die „5-7“ Neonazis am Verlassen der Gaststätte und dem betreten des Rathauses zu hindern.

Am Ende hatten es die „5“ ProDeutschland Leute dann aber scheinbar doch ins Rathaus geschafft, während die Linksaktivisten sich entschlossen hatten, lieber gegen die Polizei als gegen ProDeutschland zu wettern und ein paar Wanderrunden ums Rathaus ablegten.

Alles in allem eine wirklich verwirrende Demo. Die Hüpfburgkuh konnte auch nicht anders als verzweifelt vor sich hin zu nicken.

Wir hatten uns nach eiiner Weile einfach auf eine Wiese im Park zurückgezogen. Enspannender, wo es heute endlich mal unter 30°C sind. Auch wenn man sich wirklich fragen muss, wie viele Synapsen in den Letzten Tagen und Wochen durchgeschmort sind, denn diese Aktion ergab einfach keinen Sinn.

2 thoughts on “Linksdemo aus Versehen oder „Überraschung!“

  1. Kel sagt:

    Das nenn ich eine.. schräge Demo Oo

  2. H. Freer sagt:

    Interessante Feststellung, ich glaube aber allmählich dass die Linksaktivisten sich schon fest in Berlin verankert haben und nun ziemlich vermischen. Bei uns beim öffentlichen Gelöbnis gab es auch solche Tendenzen, daher sehr befremdlich aber nicht über den Kamm zu scheren als unnötig und sinnlos.

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